Navigation
Malteser Nunkirchen

Kleidercontainer

Infos zum Thema Altkleidersammlung

Altkleidersammlung und Altkleidercontainer in Ihrer Umgebung

Was sind Altkleider inkl. Altschuhe ? 

 

Altkleider sind Kleidungsstücke, die bereits getragen wurden. Sie müssen weder alt noch

besonders minderwertig sein, sondern können durchaus eine hohe Qualität besitzen, sogar

modisch und chic aussehen.

 

Darf man Altkleider wie normalen Hausmüll entsorgen?

 

Altkleider sind seit dem 1. Januar 1997, in aktualisierter Form ab dem 1. Juni 2012, nach dem

gültigen „Kreislaufwirtschaftsgesetz" offiziell „Wertstoffe", die in den allgemeinen

Verwertungskreislauf zurückgeführt werden müssen. Diese Dienstleistung erbringen die

Unternehmen der Branche „Altkleider-Sammlung und –Sortierung". Der Wert der Altkleider

ermöglicht es bisher, auf eine Verwertungsgebühr wie beispielsweise den Grünen Punkt zu

verzichten. In Deutschland werden jedes Jahr Neu-Textilien im Wert von rund 55 Milliarden

Euro gekauft.

Auch die Malteser sehen die Entsorgung von noch tragbaren oder recycelbaren Altkleidern im

Hausmüll als nicht akzeptabel an – in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht.

Denn Altkleider sind zum Teil noch als Kleidung für Menschen in Situationen mit

eingeschränkter Kaufkraft nutzbar, zum Teil bilden nicht mehr tragbare Kleidungsstücke noch

einen wertvollen, verwertbaren Faser-Rohstoff, der nicht in den Hausmüll gehört. Die Malteser

möchten die Ressourcen der Natur schonen und unterstützen deshalb eine ökologische und

nachhaltige Verwertung von Textilien.

 

Was passiert mit den „alten" Textilien?

 

Das Sammeln und Verwerten von Kleidung hat sich längst zu einem eigenen, weltweiten

Wirtschaftszweig entwickelt. Ein Teil der Verwertungskette ist der Textil-Sortierbetrieb. Stets

bleibt die Frage, weshalb der Container nicht von sozialen Organisationen geleert wird. Der

Grund: Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 750.000 Tonnen Textilien in

Kleidersammlungen gegeben. Das ist sehr viel mehr als für soziale Zwecke benötigt wird

und die Sozialeinrichtungen selbst verwerten können. Der Inhalt des Containers wird daher an

einen Verwertungsbetrieb verkauft. Der Erlös der Vergabe der Lizenz kommt satzungsgemäß

den ehrenamtlichen Diensten der Malteser zugute.

 

Welchen Sinn hat das Sammeln von Altkleidern?

 

Altkleidersammeln heißt, sich sozial und umweltfreundlich zu verhalten. Das Textilrecycling ist

nach Auffassung der Malteser angesichts des starken Wachstums der Weltbevölkerung und der bis

2025 prognostizierten 70-prozentigen Steigerung der Nachfrage nach Textilprodukten ein

verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen.

 

Warum ist das Sammeln von Altkleidern umweltfreundlich?

 

Jetzt schon werden jährlich weltweit ca 24,5 Mio. Tonnen Rohbaumwolle erzeugt, verbunden

mit einem hohen Anteil des Weltverbrauches an Pestiziden. Für die Verarbeitung der Faser bis

zum Baumwollgewebe werden große Mengen an Energie und Wasser verbraucht. Wenn

Altkleider erhalten bleiben, wird so die Umwelt geschont.

 

Warum sammeln die Malteser Altkleider?

 

Das Sammeln und der Verkauf von Altkleidern als Secondhand-Kleidung in Deutschland und

im Ausland waren bisher eine bescheidene, aber relativ sichere und kontinuierlich fließende

Finanzquelle für die vielfältigen sozial-caritativen Dienste der Malteser.  Und Obdachlosen,

Asylsuchenden, Sozialhilfeempfängern  sowie  Bedürftigen in Osteuropa konnte direkt durch die

Malteser Kleiderkammern und Hilfstransporte geholfen werden.

 

Inwiefern ist das Altkleidersammeln aus finanzieller Sicht problematisch geworden?

 

In den vergangenen Jahren konnten noch rund drei Prozent der gesammelten Kleidungsstücke

in Deutschland direkt in den Second-Hand-Verkauf gegeben sowie brauchbare Kleidung an

Kleiderkammern und soziale Projekte weitergereicht werden (zum Beispiel über den Malteser

Wohlfühlmorgen). Dieser Anteil ist rückläufig: Die Menschen sparen und tragen ihre Kleidung länger. In die Container werden heute mehr als

früher untragbar gewordene, zerschlissene Kleidungsstücke geworfen, die sich nur noch zu

Putzlappen oder sogenannter Reißwolle verarbeiten lassen.

Auf der Absatzseite der noch tragbaren Altkleider - unter 50 Prozent der gesammelten

Alttextilien - konkurrieren seit etwa zehn Jahren europäische Altkleider mit Neutextilien aus

Fernost, die zu Niedrigstpreisen angeboten werden. Abgemildert wird diese Entwicklung durch die meist bessere Qualität der Altkleider aus Europa sowie die seit etwa vier Jahren deutlich steigende Nachfrage.

Ein erhebliches Problem sind zum Einen zahlreiche „wild" - ohne Genehmigung und ohne caritative Nutzung der Kleiderspenden - aufgestellte Container, weil sie die Sammelmenge in den Malteser Containern senken

sowie zum Anderen Städte und Gemeinden, die in wachsender Zahl mit gewerblichen Altkleiderfirmen zusammenarbeiten, um finanzielle

Erträge zu erzielen. Einige Ortsgliederungen des Malteser Hilfsdienstes haben auf Grund dieser Entwicklungen bereits Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihrer ehrenamtlichen Dienste bekommen.

 

Ist es unmoralisch, Altkleider in die Dritte Welt zu verkaufen?

 

Die Malteser wissen, dass die Vermarktung von Gebrauchtkleidern in Entwicklungsländern ethisch

fragwürdig sein kann. In den Ländern der Dritten Welt, wo vielen Menschen das Geld fehlt, um

sich teure oder neue Kleidungsstücke kaufen zu können, ist man aber für die deutlich billigere

Gebrauchtkleidung sehr dankbar. Sie erfüllt dort das menschliche Grundbedürfnis nach

Kleidung. Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Afrika ist nach dem Wegfall von staatlichen

Subventionen hauptsächlich wegen der starken Konkurrenz aus Asien zusammengebrochen – so

wie dies auch in Deutschland und Europa geschehen ist.

Auch der soziale Faktor ist wichtig: während in den Industrieländern durch die Mode-Trends

jährlich große Mengen an Kleidung konsumiert und entsorgt werden, fehlt es in vielen

Menschen in Afrika, Asien (teils auch in Europa) an gut bezahlten Arbeitsplätzen und damit an

der Kaufkraft für neue Kleidung.  

 

Warum lassen die Malteser die gesammelten Altkleider professionell vermarkten?

 

Der Altkleider-Sektor ist nicht das Kerngeschäft der Malteser. Sie sind auf die Zusammenarbeit

mit kompetenten Verwertungsfirmen angewiesen. Sie entlasten die ehrenamtlichen Helfer,

die so ihre Zeit unmittelbar den Menschen widmen können, die ihre Hilfe brauchen.

Gewerbliche Altkleider-Verwerter können die notwendigen Arbeiten fachgerecht, kostengünstig

und zuverlässig erledigen - etwa das Sortieren der Altkleider von Hand nach bis zu 250

Kriterien in speziellen Sortierbetrieben oder die Absatz-Organisation – und dabei einer guten

Sache nützen sowie Arbeitsplätze in Deutschland und Europa schaffen.

Fazit: Jeder hilft den Maltesern, wenn er gut erhaltene und gepflegte Altkleidung in

die Malteser Straßensammlung oder den Malteser Altkleider-Container gibt. Zerrissene oder verschmutzte

Kleidungsstücke gehören in den Hausmüll.

 

Standorte der Altkleidercontainer in Ihrer Nähe

 

Auch in Ihrer Umgebung existieren bereits Container des Malteser Hilfsdienstes. In Nunkirchen finden Sie zwei dieser Container auf dem Sportplatz, sowie einen an unserer Garage neben dem Feuerwehrgerätehaus.

Weitere Container in der Stadt Wadern finden Sie in Bardenbach auf dem Dorfplatz, in Dagstuhl auf dem Hof der EVS sowie in Wadrill neben der Wadrilltalhalle.

Weitere Informationen